23. April 2020 Diskussion/Vortrag Friedrich Engels Schrift „Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen“

- Rückblick auf ein dialektisches und materialistisches Koevolutionskonzept

Information

Veranstaltungsort

Vortragsraum Peter-Imandt-Gesellschaft / Rosa-Luxemburg-Stiftung Saar
Futterstraße 17-19
66111 Saarbrücken

Zeit

23.04.2020, 18:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Engels 200

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Friedrich Engels Schrift „Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen“

Mit dem Arbeitswissenschaftler Dr. Elmar Witzgall,  Kulmbach

Etwa 1876 entstand dieses Textfragment, das erst zwanzig Jahre später mit dem bekannten
Titel veröffentlicht wurde. Der „Anteil der Arbeit“ konnte nur durch die Verarbeitung der
seinerzeitigen, evolutionstheoretischen Erkenntnisse (v. a. von Charles Darwin) durch
Friedrich Engels (und Karl Marx) verfasst werden. Engels begnügte sich aber nicht mit
einer Art Zusammenfassung einzelwissenschaftlicher Ergebnisse, sondern entwarf eine
Entwicklungsgeschichte der Wechselwirkung von Mensch und Arbeit, die bis hin zur
Entstehung der menschlichen Gesellschaft reicht. Diese seine Koevolutionstheorie verbindet
dialektisch die philosophische Kategorie „Arbeit“ mit der Anthropologie.
Natürlich war, verglichen mit heute, das Wissen um den natürlichen Ursprung und
Entwicklungsweg des Menschen damals noch in der Anfangsphase. Dieser Wissenskontrast
ist näher zu betrachten und wirft die Frage nach der heutigen Relevanz der Engel`schen
Koevolutionstheorie auf.
Nicht nur der Mensch und die Arbeit, sondern auch die Natur stehen in der neueren
Menschheitsgeschichte in einem engen, allerdings nicht mehr biologischen, sondern
gesellschaftlichen Entwicklungszusammenhang. Darauf wies Engels abschließend hin und
leitete daraus Forderungen für den Umgang des Menschen mit seiner Natur ab.

Standort

Kontakt

Peter Imandt Gesellschaft/Rosa Luxemburg Stiftung Saarland

Telefon: 0681 5953892