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Willi Trapp (KP) arbeitete in Saarbrücken als Taxifahrer. Nach dem 30. Januar 1933 half Trapp viele Verfolgten aus Deutschland ins Saarland zu flüchten. Wie viele andere musste auch er nach dem 13. Januar 1935 vor der Nazi-Verfolgung nach Frankreich fliehen.
Dort angekommen entschloss sich die Familie Trapp in die Sowjetunion auszuwandern. Während solch ein Wunsch in vergleichbaren Fällen nur mäßige Aussicht auf Realisierung hatte, wohnten die Trapps schon wenige Monate später nahe Moskau, und Wilhelm arbeitete als Lastwagenfahrer in einem Industriebetrieb.
Mit Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges Mitte 1936 und der Gründung der Internationalen Brigaden hielt es Willi Trapp jedoch nicht mehr in Moskau. Nach einer kurzen militärischen Ausbildung steuerte er ab 1937 in mehreren Schlachten des Spanischen Bürgerkriegs den sowjetischen Panzer BT-5.
Nach der Niederlage der Spanischen Republik gelang ihm die Flucht nach Frankreich und die Rückkehr in die UdSSR.
Dass Willi Trapp im Kampf gegen die Nazis zu allem bereit war, zeigt das „Himmelfahrtskommando“ vom 19. Mai 1942, bei dem er nahe Insterburg über Ostpreußen mit zwei weiteren Widerstandskämpfern aus einem sowjetischen Flugzeug absprang, um im Rücken des Feindes die Bevölkerung über die NS-Verbrechen aufklären und um Widerstand zu organisieren. Dieses Unterfangen flog alsbald auf, und Willi Trapp geriet ins Räderwerk der Gestapo.
Noch vor der Kapitulation Hitler-Deutschlands im Mai, gelang ihm am 13. April 1945 die lebensrettende Flucht aus der Gefangenschaft.
Siehe: Max Hewer, „Von der Saar zum Ebro – Saarländer als Freiwillige im Spanischen Bürgerkrieg“; Blattlausverlag, Saarbrücken 2016.