27. Oktober 2017 Film Bambule

Film von Ulrike Meinhof

Information

Veranstaltungsort

Kino achteinhalb
Nauwieserstr. 19
66111 Saarbrücken

Zeit

27.10.2017, 20:00 - 21:30 Uhr

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe

Kosten

Normalpreis: 6,00 €
Ermäßigter Preis: 5,00 €

Zugeordnete Dateien

Bambule
Foto: Bambule1_©_MUBI

Zwei Mädchen fliehen aus einem Berliner Erziehungsheim.
Während die eine rasch eingefangen und zurückgebracht wird, gelingt der anderen die Flucht. Sie muss sich in der Großstadt durchschlagen, während gleichzeitig ihre Freundin im Heim zum Verwaltungsgegenstand degradiert wird. Detailgenau beschreibt der Film den Teufelskreis, den Kinder aus zerstörten Familien und ohne echtes Zuhause durchleben.

Der manchmal dokumentarisch anmutende Film wurde bereits 1970 produziert und lag 24 Jahre im "Giftschrank" des Südwestfunks, da seine Co-Autorin Ulrike Marie Meinhof zehn Tage vor der geplanten Ausstrahlung an der Befreiung von Andreas Baader beteiligt war. Die Befreiungsaktion, das Abtauchen in den Untergrund und die Gründung der RAF ließen den Film über seine soziale Brisanz hinaus zum Politikum werden. (filmdienst.de)

Ulrike Meinhof arbeitete in den 60er Jahren als Journalistin und vier Jahre lang als Chefredakteurin der Zeitschrift "Konkret". In vielen Artikeln und Fernsehreportagen für das ARD-Magazin "Panorama" setzte sie sich engagiert für die Aufdeckung sozialer Missstände ein.
BAMBULE ist ihr einziges Fernsehspiel aus dieser Zeit. Aufgrund ihrer Mitgliedschaft in der linksradikalen Terrorzelle wurde sie schließlich zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt und beging am 9. Mai 1976 in ihrer Haftzelle in Stuttgart-Stammheim Selbstmord.

Regisseur und Koautor Eberhard Itzenplitz engagierte sich ebenfalls für zeitkritische Themen. (arte.de)

In Kooperation mit dem Kino achteinhalb.

Eine gute Ergänzung zum Buch von Anja Röhl "Die Frau meines Vaters - Erinnerungen an Ulrike Meinhof"  und zur Lesung am Dienstag 24. Oktober 2017, 18 Uhr in der FrauenGenderBibliothek Saar!

BRD 1970, R: Eberhard Itzenplitz, B: Ulrike Marie Meinhof (nach ihrem Bühnenstück),
K: Ulrich Burtin,
Sch: Helga Brüning,
D: Dagmar Biener, Petra Redinger,
Antje Hagen, Barbara Schöne, Christine Diersch,
s/w, 90 Min.

Standort