Publikation Staat / Demokratie - Wirtschafts- / Sozialpolitik - Partizipation / Bürgerrechte - Gesellschaftliche Alternativen - Demokratischer Sozialismus Wider den Marktradikalismus

Herausforderungen für ökonomische Theorie und linke Wirtschaftspolitik. Analyse von Christa Luft.

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Analysen

Erschienen

Juli 2018

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Aus Anlass des 80. Geburtstages von Prof. Christa Luft titelte die neues deutschland:
«Die mit Wirtschaft was am Hut hat». Ja, das stimmt, und das hat sie auf dem Kolloquium der Rosa-Luxemburg-Stiftung, das ihr zu Ehren am 10. März 2018 veranstaltet wurde, eindrücklich unter Beweis gestellt.1 Mit ihrem Beitrag «Wider die fortschreitende Entbettung der Wirtschaft aus der Gesellschaft (Karl Polanyi) – Herausforderungen für ökonomische Theorie und Wirtschaftspolitik» gab Christa Luft wichtige Anregungen für einen Diskurs um die Analyse der Weltwirtschaft und mögliche linke Antworten auf Globalisierung, Digitalisierung, Veränderung in der Arbeitswelt und anderes mehr.

Immer wieder hat sie angemahnt, dass sich auch Linke mit ökonomischen Fragen
befassen müssen, und hat sehr zu Recht kritisiert, dass die Arbeit an wirtschaftspolitischen Alternativen vernachlässigt würde. Bis heute legt sie hier den
Finger in eine offene Wunde. Christa Luft hat aber nicht nur Kritik geübt, sondern mit zahlreichen Publikationen, Vorträgen, Diskussionsbeiträgen und Reden, zum Beispiel im Deutschen Bundestag, ihre Antworten gegeben. Als Rosa-Luxemburg-Stiftung haben wir Christa Luft viel zu verdanken. Sie ist Gründungsmitglied, war lange Jahre im Vorstand und bringt sich bis heute aktiv in die Arbeit ein. Auch ihrer Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass es seit dem 28. November 2017 einen prominent zusammengesetzten Gesprächskreis Wirtschaftspolitik bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung gibt.

In einem Beitrag auf der Konferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung zum Thema «Sozialismus im 21. Jahrhundert» entwickelte sie «Wirtschaftspolitische Forderungen
der Linken, die Schritte in Richtung einer sozialistischen Transformation unterstützen». Ihr Vortrag auf dem diesjährigen Kolloquium wirft erneut aktuelle Fragestellungen auf, denen sich Linke stellen müssen.

Diesen Diskurs wird die Rosa-Luxemburg-Stiftung auch künftig fördern. Wir freuen uns, dabei eine Frau wie Christa Luft an unserer Seite zu haben.

Dagmar Enkelmann

Warum dieses Thema?

Gewählt habe ich es aus drei Gründen:

1. Meiner Wahrnehmung nach ist die Befassung mit Wirtschaftsthemen, gemessen an der mit anderen Politikfeldern in der LINKEN, ausbaufähig.

2. Die Vorhaben der Großen Koalition zielen in dieser Legislaturperiode auch in der Ökonomie auf ein «Weiter so». Nach wie vor dominieren Kapitalinteressen gesamtgesellschaftliche Belange.

3. Mit diesem Beitrag möchte ich mich an der kontroversen Debatte darüber beteiligen, ob es für Marktkategorien in einer postkapitalistischen Gesellschaft einen Platz geben kann.

Christa Luft

Inhalt
  • Vorwort
  • Warum dieses Thema?
  • I DIE LINKE und die Wirtschaft
  • II Beitrag der Wirtschaft zum Gemeinwohl – für die Groko kein nennenswertes Thema
  • III Die Entbettung der Wirtschaft aus der Gesellschaft schreitet voran
  • IV Wie könnte die fortschreitende Entbettung der Wirtschaft aus der Gesellschaft, wie ihr Eigenleben zunächst gebremst und auf lange Sicht schließlich überwunden werden?
  • V Polanyis Suche nach einem dritten Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus
  • VI Marktwirtschaft ohne Kapitalismus?
  • VII Umsteuern beginnt im Kopf – eine Herausforderung für ökonomische Theorie
  • Literatur

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